1925 - 2025
100 Jahre Radfahrverein Wandervogel

Am 19. Juli 1925 wurde in Beffendorf von unternehmungslustigen, radfahrbegeisterten jungen Männern der Radfahrverein „Wandervogel“ gegründet. Foto: Verein

 

Ein bewegtes Jahrhundert auf zwei Rädern

 

Von den ersten Radrennen bis hin zu den Radausfahrten: der Radfahrverein ‚Wandervogel‘ hat ein bewegtes Jahrhundert hinter sich.

 

Am 19. Juli 1925 wurde in Beffendorf von unternehmungslustigen, radfahrbegeisterten jungen Männern der Radfahrverein „Wandervogel“ gegründet. Vorsitzender war Bernhard Bernhardt, ein damals weithin bekannter Radrennfahrer. Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Linde bestimmt, und auf Vorschlag des Gaupräsidenten gab sich der Verein den Namen „Wandervogel“. Man beschaffte sich nach einiger Zeit von einer Kunststickerei ein Vereinsbanner, das bis heute erhalten ist und zum Beispiel am Volkstrauertag und Fronleichnamsfest gezeigt wird.

 

Der junge Verein beteiligte sich in den nächsten Jahren sehr rege an den Radsport-Veranstaltungen und den damals beliebten Korsofesten. In der Anfangszeit war der Radsport ausschließlich Männersache, und der Verein bestand damals aus rund 30 Mitgliedern. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die meisten Vereine gleichgeschaltet, und das Vereinsleben kam im Zweiten Weltkrieg vollständig zum Erliegen.

 

Neugründung im Mai 1951

Erst im Mai 1951 wurde der Radfahrverein „Wandervogel“ neu gegründet und erlebte unter der Leitung von Willi Flaig seine Blüte. Die folgenden Jahre waren geprägt durch die Durchführung und den Besuch verschiedenster Radsportveranstaltungen. So wurde 1957 ein dreitägiges Fest mit Straßenrennen, Festumzug und einem Kinderfest veranstaltet. Auch nach dem 1970 erfolgten Wechsel zu Bernhard Benner als Vorsitzenden änderte sich vorerst wenig in den gewohnten Aktivitäten.

 

Auch das 50. Vereinsjubiläum mit einem viertägigen Jubiläumsfest in einem großen Festzelt konnte erfolgreich durchgeführt werden. Die nächsten Jahre waren ebenfalls geprägt von viel Einsatz und Idealismus. So wurde eine Festhütte für Dorffeste gebaut und ein Radanhänger für den Fahrradtransport zu auswärtigen Veranstaltungen und Radtouren. Der Verein stemmte zudem den Bau eines eigenen Vereinsheims.

 

Im Laufe der Jahre wandelten sich die Vereinsaufgaben hin zu gemeinsamen Radausfahrten und Ausflügen in die Umgebung. Unter der Leitung des ab dem Jahr 2000 amtierenden Vorsitzenden Imanuel Späth wurden die AOK-Radtreff Veranstaltungen in den Vordergrund gestellt. So finden bis heute in der warmen Jahreszeit wöchentlich die Radausfahrten mit meist 30 bis 40 Kilometer Länge statt.

 

Durch die vielfältigen Aktivitäten in den vergangenen 100 Jahren trug der Verein zur Belebung des Ortsgeschehens bei. Im Jubiläumsjahr ist der Verein mit einer Mitgliederzahl von 125 Personen noch sehr stabil, wobei der Altersdurchschnitt der Mitglieder durchaus Grund zur Sorge gibt. Das Jubiläumsfest aus Anlass des 100jährigen Bestehens des Radfahrvereins fand am Samstag und Sonntag 28. und 29.September 2026 statt.

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